Was für ein Theater - dank Leipzig und Herzliya

„Was, wenn doch…“ - unter diesem Titel zeigten Schülerinnen und Schüler aus Israel und Deutschland am 18. Oktober 2026 ein Theaterstück im Leipziger Theaterhaus „Schille“. Die Proben dafür liefen in kreativer Atmosphäre im Leipziger Ariowitsch-Haus - eine ganze Woche lang. Die Zusammenarbeit war nicht nur ein Mosaikstein in der Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Herzliya, die 15 Jahre alt wird. Auch schuf sie eine einzigartige Möglichkeit, sich mit dem Wunsch nach Verständigung in schwierigen Zeiten auseinanderzusetzen.

Stefan Ebeling vom TheatervereinK hat dazu unsere Fragen beantwortet, die Fotos und das Video stammen von Stephan Dietze von Anders Drehen.
Welche Geschichte ist zu dem in der Ankündigung abgesteckten Thema entstanden?
Eine Gruppe von Menschen aus dem Jahr 2026 gerät zufällig auf eine Zeitreise in die ferne Zukunft. Dort begegnet sie einer Gemeinschaft, die mit den zentralen Herausforderungen des Menschseins ganz anders umgeht, als wir es kennen.
Welche Rolle spielten Tanz, Musik und Gesang?
Es gab mehrere choreografische Szenen, und eine Band aus Teilnehmenden hat das Finale begleitet.
Wer hat mitgewirkt?
14 Schülerinnen und Schüler der Theaterklasse (9. Jahrgangsstufe) der Hakfar-Hayarok-Schule zwischen Tel Aviv und Herzliya sowie acht Jugendliche aus Leipzig, zum Teil aus dem Ensemble des TheatervereinK.
Wie waren die Jugendlichen an der Entwicklung der Geschichte beteiligt?
Wir hatten vorab einige Ideen, haben das gesamte Stück aber innerhalb einer Woche gemeinsam mit den Jugendlichen entwickelt.
Wie liefen die Proben?
Intensiv, konstruktiv und lebendig, manchmal auch aufreibend oder irritierend.

Was bleibt den Beteiligten von der Probenwoche und der Aufführung in Erinnerung?
Ich vermute: eine ganze Menge!
Wie verlief die Zusammenarbeit mit dem Ariowitsch-Haus?
Wunderbar: flexibel, großzügig, unkompliziert und warmherzig. Wir haben uns willkommen gefühlt und hatten großartige Arbeitsbedingungen, mit guten Räumen, viel Platz und Vollverpflegung.
Ist ein ähnliches Projekt oder eine Wiederholung geplant?
Unbedingt! Denkbar wäre ein Gegenbesuch in Israel, sobald sich die Lage dort beruhigt hat, oder ein Treffen in einer dritten Partnerstadt Leipzigs, etwa Thessaloniki oder Krakau.


