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Im Zeichen der Städtepartnerschaft - Leipzig zu Besuch in Hannover

  • vor 2 Tagen
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Schalom, Ariowitsch-Haus! Vorstellung des Leipziger Kultur- und Begegnungszentrums in der Hannoveraner Villa Seligmann. Mit Villa-Seligmann-Geschäftsführer Eliah Sakakushev-von Bismarck (li.) im Gespräch: Julia Keinbrecht, Veranstaltungsmanagerin der Ariowitsch-Hauses und Gisela Kallenbach, Vorsitzende des Fördervereins Synagoge und Begegnungszentrum Leipzig.
Schalom, Ariowitsch-Haus! Vorstellung des Leipziger Kultur- und Begegnungszentrums in der Hannoveraner Villa Seligmann. Mit Villa-Seligmann-Geschäftsführer Eliah Sakakushev-von Bismarck (li.) im Gespräch: Julia Keinbrecht, Veranstaltungsmanagerin der Ariowitsch-Hauses und Gisela Kallenbach, Vorsitzende des Fördervereins Synagoge und Begegnungszentrum Leipzig.

Sommer, Musik und jede Menge Gesprächsstoff: Am 16. August war eine Leipziger Delegation zum Sommerfest der Villa Seligmann in Hannover eingeladen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur musikalische Entdeckungen, sondern vor allem die Frage, wie jüdisches Leben in Leipzig und Hannover heute sichtbar, lebendig und miteinander verbunden ist. Mit dabei waren unter anderem Julia Keinbrecht, Veranstaltungsmanagerin des Ariowitsch-Hauses, Gisela Kallenbach, Vorsitzende des Fördervereins Synagoge und Begegnungszentrum, Dr. Gabriele Goldfuß, Leiterin des Referats Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig mit ihrer Kollegin Dr. Caren Marusch-Krohn.


Zu Gast in der Villa Seligmann


Die Villa Seligmann ist ein besonderer Ort in Hannover: Das ehemalige Anwesen des jüdischen Unternehmers und Bankiers Siegmund Seligmann ist heute ein Zentrum für jüdische Musik und Kultur. Seit ihrer Eröffnung als Kultur- und Begegnungsstätte im Jahr 2012 widmet sie sich insbesondere der Bewahrung und Vermittlung jüdischer Musikkultur. Konzerte, Lesungen, Vorträge und Gesprächsveranstaltungen machen die Villa zu einem lebendigen Ort jüdischen Lebens – und zu einem Treffpunkt für Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen.


Klezmer auf historische Art


Für einen musikalischen Höhepunkt sorgte das ebenfalls mitgereiste Ariowitsch-Haus Trio mit dem Blockflötisten Menashe Lukin, dem Kontrabassisten Christian Böddener und der Barockharfenistin Henriette Urban.



Das Trio nahm das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise und spielte Stücke aus der ältesten bis heute erhaltenen Klezmer-Sammlung. Dabei orientieren sich die Musiker an historischen Aufführungspraktiken. Ihr Ziel: die ursprüngliche Ästhetik der Klezmer-Musik wieder hörbar zu machen – so, wie sie einst im jüdischen Schtetl erklang, lange bevor Klezmer die großen Konzertbühnen eroberte.


Leipzig und Hannover: jüdisches Leben im Gespräch


Mindestens ebenso spannend wie die Musik war das anschließende Podiumsgespräch. Dabei wurde das Ariowitsch-Haus vorgestellt und über jüdisches Leben in Leipzig und Hannover im Zeichen der Städtepartnerschaft gesprochen. Auf dem Podium diskutierten Julia Keinbrecht und Gisela Kallenbach gemeinsam mit Eliah Sakakushev-von Bismarck, Geschäftsführer der Villa Seligmann. Besonders großes Interesse weckte die geplante Ansiedlung von Yad Vashem mit einer Außenstelle in Leipzig.


Hannoveraner kommen im September nach Leipzig


Nach dem Besuch in Hannover ist vor dem Gegenbesuch in Leipzig. Am 6. September geht es im Ariowitsch-Haus weiter: Dort ist ebenfalls ein Podiumsgespräch geplant, bei dem der Austausch zwischen Leipzig und Hannover fortgesetzt wird. Und natürlich darf auch die Musik nicht fehlen - diesmal bringen die Hannoveraner das Trio Delyria mit, die bei diesem Anlass auftreten. Dazu laden wir alle ganz herzlich ein - hier gibt es die Details.

 
 
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