Ariowitsch-Haus zu Gast in Zwickau

Danke, Zwickau! Das Ariowitsch-Haus freut sich, die Zwickauer „Novembertage“ mit einem eigenen Projekt rund um jüdisches Leben bereichert zu haben. Zwickau war zugleich die letzte Station für das mobile Kultur- und Begegnungszentrum zu jüdischen Perspektiven und Antisemitismusprävention.
Unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“ blicken wir auf vier abwechslungsreiche, informative und unterhaltsame Projekttage zurück. Ein besonderer Dank geht an das Alte Gasometer und die Stadt Zwickau sowie an alle Schulen und Kooperationspartner und -partnerinneninnen, die das Programm mitgetragen haben.
Kultur am Abend - Film über Generalstaatsanwalt Fritz Bauer
Den Auftakt machte am 27. Oktober 2026 der Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“ im Alten Gasometer. Er war zugleich der offizielle Eröffnungsabend der diesjährigen Novembertage. Rund 30 Gäste erlebten eine stimmungsvolle Kinoatmosphäre. Hier der Bericht des Zwickauer Demokratie-Bündnisses dazu.

Am 28. Oktober waren die Autorinnen Sandra Anusiewicz-Baer und Lara Dämmig im Robert-Schumann-Haus zu Gast. Dr. Nora Pester moderierte das Gespräch zu ihrem Buch „Jung und Jüdisch in der DDR“, das auf Zeitzeuginnen-Interviews beruht. Es ging um jüdischen Alltag und Gemeindeleben und um die Frage, wie es war, als jüdisches Kind in der DDR aufzuwachsen. Besonders die Erzählungen über das jüdische Kinderferienlager an der Ostsee weckten im Publikum persönliche Erinnerungen. Trotz überschaubarer Besucherinnenzahl entstand ein lebendiger Austausch.
Tolles Konzert von „Die Damen und Herren Daffke“
Den Abschluss bildete am 29. Oktober das Konzert „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ mit Die Damen und Herren Daffke.
Rund 42 Gäste folgten der Chanson-Band auf eine musikalische Zeitreise ins Berlin der „Goldenen Zwanziger“, zwischen Revue und Realität. Es wurde viel gelacht, und beim Buffet in der Pause kamen die Gäste miteinander ins Gespräch.
Angebote für Schulen - kreative Workshop zu kultureller Vielfalt
Vom 27. bis 30. Oktober setzten sich Kinder und Jugendliche in Workshops kreativ mit jüdischem Leben, kultureller Vielfalt und Ausgrenzung auseinander. Vier Schulklassen nahmen an den Workshops von „Dagesh on Tour“ teil. Im Buchdruck-Workshop entstanden eigene Gedichte, Collagen und Linoldrucke, im DJ-Workshop probierten die Teilnehmenden Turntables aus und stellten eigene Sets zusammen.

Zwei Workshops fanden zur interaktiven Ausstellung „Wann bin ich Mensch? – Ein Treffen mit Anne Frank“ statt. Sie behandelte Anne Franks Lebensgeschichte und die Ausgrenzung ihrer Familie im Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt standen Empathie, demokratische Werte und Menschlichkeit.
Wir danken allen Gästen, Mitwirkenden, Unterstützerinnen und Unterstützer für vier gelungene Tage.


