Jom haScho‘a - wir erinnern und mahnen
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Ihr Schicksal soll niemals vergessen werden! Am 14. April 2026, am Holocaustgedenktag Jom haScho‘a wurde in Israel und weltweit der sechs Millionen durch Nazi-Deutschland ermordeten Jüdinnen und Juden gedacht. In Leipzig kamen auf Einladung der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig und des Ariowitsch-Hauses rund 40 Menschen auf dem Neuen Israelitischen Friedhof zusammen, um Gedenksteine niederzulegen. Sachsens Landesrabbiner Zsolt Balla sprach das Kaddisch-Gebet. Zudem setzten die Teilnehmer ein Zeichen gegen Antisemitismus. Der IRG-Vorsitzende Küf Kaufmann sprach von einem „bösartigen Tumor, der um sich greift. Der Name dieses Tumors lautet Judenhass“. Die Welt möge wieder zur Vernunft kommen, denn heute „heulen in vielen Teilen der Welt die Sirenen“.
Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke erinnerte an einzelne jüdische Schicksale aus der Stadt, zum Beispiel an den Musikwissenschaftler Josef Damanski, ermordet 1942 in Theresienstadt, und Babette Sbar, Wirtin der „Guten Quelle“, deportiert und ermordet ebenfalls 1942 in Riga. In Leipzig sind mittlerweile 850 Stolpersteine an 300 Adressen NS-Opfern gewidmet. Der Beauftragte des sächsischen Staatsregierung für jüdisches Leben, Thomas Feist, rief zur Solidarität mit Israel auf und forderte Widerspruch gegen Judenhass. Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung gab es die Möglichkeit, an einer vom Historiker Steffen Held angebotenen Führung durch den Friedhof teilzunehmen.








