Danke, Wurzen! So schön war „Jüdisches Leben erFahren“
- szabo60
- 19. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Das Ariowitsch-Haus brachte für drei Tage jüdisches Leben in die Stadt. Von Challa-Verkostung bis hin zu mitreißenden Konzerten reichte das Angebot. Ein kleiner Rückblick.

Vom 14. bis 16. September gastierte das mobile jüdische Kultur- und Begegnungszentrum „Jüdisches Leben erFahren“ in Wurzen – und stieß auf große Resonanz. Das von unserem Haus initiierte Projekt brachte jüdische Kultur, Geschichte und Alltagsleben mitten in die Stadt.

Ein Höhepunkt war gleich der Auftakt: Im Arkadenhof des Kulturhistorischen Museums las der Autor und Kabarettist Küf Kaufmann humorvoll aus seinem Buch „Wodka ist immer koscher“, begleitet unter anderem am Keyboard von Thomas Feist. Dazu gab es Wein, Wodka und Snacks. Musikalisch wurde noch mehr geboten: Die Band Folkadu spielte auf dem Marktplatz, und das Ensemble „Damen und Herren Daffke“ sorgte für ein stimmungsvolles Konzert.

Neben Kulturveranstaltungen standen insbesondere Bildungsangebote im Mittelpunkt. Sieben Schulklassen nutzten Workshops, etwa zum Thema Kaschrut, jüdischen Feiertagen oder beim Bau einer Lego-Menora. Mit dem Projekt „Frag Nach!“ des Exilarchivs der Deutschen Nationalbibliothek setzten sich die Schüler:innen zudem mit Biografien von Verfolgten des Nationalsozialismus auseinander.

Kulinarische Entdeckungen wie das Probieren von Challah-Brot regten ebenso zu Gesprächen an wie interaktive Formate in der Volkshochschule. Zahlreiche lokale Akteure – vom NDK über die Stadtbibliothek bis zum Kulturhistorischen Museum – unterstützten das Projekt tatkräftig.
Das Fazit vom Team des Ariowitsch-Hauses: „Die Besucher:innen waren begeistert und dankbar für das Kulturangebot.“ Für die Stadt war es drei Tage lang ein lebendiger Einblick in jüdisches Leben – jenseits von Klischees und Stereotypen.



