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Mobiles Kulturzentrum: Vorfreude auf Meißen

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Konzerte, Lesungen, Workshops und Begegnungsformate laden zwischen dem 14. und 16. Juni nach Meißen ein, um jüdische Perspektiven kennenzulernen sowie jüdische Kultur und Kulinarik zu erleben. Alle Angebote sind kostenfrei.





Das mobile Kultur- und Begegnungszentrum des Ariowitsch-Hauses macht vom 14. bis 16. Juni 2026 unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“ Station in Meißen. Nach erfolgreichen Projekttagen in Weißwasser und Wurzen erwartet Besucherinnen und Besucher nun auch in Meißen ein vielfältiges Programm rund um jüdisches Leben, Kultur und Geschichte.

Die Veranstaltungsreihe lädt mit Konzerten, Lesungen, Workshops, Stadtführungen und Begegnungsformaten dazu ein, jüdische Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Alle Angebote sind kostenfrei.


Zu den Höhepunkten zählt die musikalische Lesung „Wodka ist immer koscher“ mit dem Leipziger Autor Küf Kaufmann am Sonntag, 14. Juni. Mit pointierten Geschichten, jüdischem Humor und musikalischer Begleitung von Pianist Ilan Bendahan Bitton trägt die Veranstaltung zum  geselligen Abschluss des diesjährigen Literaturfestes bei und bildet zugleich den Auftakt für das mehrtägige Programm des Ariowitsch-Hauses.

Ebenfalls am Sonntagabend gastiert die Chansonband „Die Damen und Herren Daffke“ auf dem Theaterplatz. Unter dem Motto „Wenn ich mir was wünschen dürfte – Lieder und Chansons der 1920er-Jahre“ bringen vier Stimmen und ein Klavier Werke von Friedrich Hollaender und anderen Künstlern der Zeit auf die Bühne. Das Ensemble verbindet musikalische Virtuosität mit humorvollen und berührenden Geschichten aus dem Berlin der 1920er-Jahre.


Sachsens Landesrabbiner Zsolt Balla spielt Gitarre und beantwortet Fragen - auf der Station Weißwasser des Mobilen Kultur- und Begegnungszentrums des Ariowitsch-Hauses.
Sachsens Landesrabbiner Zsolt Balla spielt Gitarre und beantwortet Fragen - auf der Station Weißwasser des Mobilen Kultur- und Begegnungszentrums des Ariowitsch-Hauses.

Ein weiterer Programmhöhepunkt ist das Podiumsgespräch „Jüdische Perspektiven in der DDR und Wendezeit“ am Montag, 15. Juni. Nora Pester vom Hentrich & Hentrich Verlag und die Dresdner Künstlerin Marion Kahnemann sprechen über jüdische Lebensrealitäten in der DDR, persönliche Erfahrungen sowie gesellschaftliche Umbrüche in der Zeit der Wiedervereinigung.


Darüber hinaus umfasst das Programm unter anderem Stadtrundgänge auf jüdischen

Spuren durch Meißen, eine öffentliche Stolpersteinführung, pädagogische Angebote für

Schulklassen, virtuelle Zeitzeugengespräche mit Holocaust-Überlebenden sowie das

Figurentheater „Die Katze von Kampen“ über die jüdische Tänzerin und Schauspielerin

Valeska Gert. Den Abschluss der Projekttage bildet am Dienstag, 16. Juni, ein öffentliches Fest mit koscherem Essen, Wein und Klezmermusik des Duo Rozhinkes.


Die Anne-Frank-Ausstellung des Ariowitsch-Hauses gehört zum Angebot des Mobilen Kultur- und Begegnungszentrums.
Die Anne-Frank-Ausstellung des Ariowitsch-Hauses gehört zum Angebot des Mobilen Kultur- und Begegnungszentrums.

Das mobile Kultur- und Begegnungsprojekt des Ariowitsch-Haus e.V. ist Teil des Projekts „Antisemitismus bekämpfen und jüdische Kultur stärken – Gemeinsam unterwegs für eine tolerante Gesellschaft!“ und wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.


Eine Chanukkia auf dem Markt von Weißwasser beim Auftakt des Projektes.
Eine Chanukkia auf dem Markt von Weißwasser beim Auftakt des Projektes.

 
 
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