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Jüdische Perspektiven in Meißen

  • 15. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Juni

Mitte Juni gastierte das Mobile Kultur- und Begegnungszentrum des Ariowitsch-Hauses in Meißen. Ein Rückblick.


Knapp drei Tage vom 14. bis 16. Juni 2026 erwartete die Besucherinnen und Besucher in Meißen ein vielfältiges Programm rund um jüdisches Leben, Kultur und Geschichte. Der Auftakt dazu war bereits der erste Höhepunkt: Der Leipziger Autor Küf Kaufmann las unter musikalischer Begleitung aus seinem Buch „Wodka ist immer koscher“. Humorvoll, charmant und mit einer Prise Melancholie erzählt er über sein Leben zwischen der Sowjetunion und Sachsen, wo er mittlerweile Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig ist. Sein Auftritt war zugleich der Abschluss des diesjährigen Literaturfestes Meißen. Rund 80 Gäste lauschten der Vorstellung und bestanden trotz Regens darauf, dass sie nicht abgebrochen wird. Im Anschluss an die Lesung fand auf dem Meißener Theaterplatz noch ein Konzert mit den „Damen und Herren Daffke“ statt. Auch hier trotzten zahlreiche Besucherinnen und Besuchern dem wechselhaften Wetter und lauschten, wie Chansons der 20er und 30er Jahre durch die Gassen der Altstadt klangen.


Ein Puppentheater und ein Podiumsgespräch fanden in den Räumlichkeiten der St. Afra - Gemeinde statt, welche das mobile Kultur - und Begegnungszentrum sehr flexibel und offen unterstütze um die Programmpunkte möglich zu machen.


Einen weiteren Höhepunkt bot das Konzert des Duos Rozhinkes vor den Räumlichkeiten des Vereins "Buntes Meißen" und auf der Außenbühne des Theaters Meißen. Neben toller Musik konnten auch Kostproben der russisch-jüdischen und der israelischen Küche genossen werden wie Pirogi, Hummus und Falafel. Bei einem Glas Wein oder Wasser kamen die Gäste miteinander ins Gespräch und so entstand nebenbei auch Raum für Austausch und Begegnung.


Die Verfolgung, die Entrechtung und der Massenmord an den europäischen Juden standen im Mittelpunkt der Anne-Frank-Ausstellung des Ariowitsch-Hauses und des Programms Zeitzeugengespräche („Frag nach“) des Deutschen Exilarchivs, die in den Sonderausstellungsräumen der Albrechtsburg beherbergt waren und sich insbesondere an Schulklassen richteten.


Die Angebote des mobilen Begegnungs- und Kulturzentrums reichten von den Konzerten und Lesungen über Workshops und Stadtführungen bis hin zu verschiedenen Begegnungsformaten. Das Team des Ariowitsch-Hauses freute sich über die vielen interessierten Besucherinnen und Besucher und bereitet sich nun auf die nächste Station des Mobilen Kultur- und Begegnungszentrums in diesem Jahr vor. Der Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben.



 
 
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