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Jüdische Kultur aus Sachsen in Prag

  • vor 11 Stunden
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Küf Kaufmann, Vorsitzender der IRG zu Leipzig (am Pult) und die Mitglieder des Leipziger KlangProjekts in der sächsischen Landesvertretung in Prag.
Küf Kaufmann, Vorsitzender der IRG zu Leipzig (am Pult) und die Mitglieder des Leipziger KlangProjekts in der sächsischen Landesvertretung in Prag.

In der sächsischen Landesvertretung in Prag wurde am 26. März 2026 jüdische Kultur aus Sachsen in einem lebendigen und stimmigen Format präsentiert. Anlass war das Themenjahr „Tacheles“, das den interkulturellen Dialog und die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in den Mittelpunkt stellt.


Josefina Ofner, Leiterin der Landesvertretung, eröffnete die Veranstaltung und betonte die gewachsene Bedeutung deutsch-tschechisch-jüdischer Perspektiven für die Arbeit der Einrichtung. Diese seien nicht nur Teil des aktuellen Themenjahres, sondern hätten in der Arbeit der Vertretung bereits eine lange Tradition.


Die Künstlerin Liselotte Theil-Hurshell vor Bildern ihrer Reihe Alefbet in der sächsischen Landesvertretung in Prag.
Die Künstlerin Liselotte Theil-Hurshell vor Bildern ihrer Reihe Alefbet in der sächsischen Landesvertretung in Prag.

Im Zentrum des Abends stand die Ausstellung „Alef-Bet“ der in Dresden lebenden Künstlerin Lieselotte Theil-Hurshell. In insgesamt 22 Arbeiten setzt sie sich mit dem hebräischen Alphabet auseinander und verbindet dabei künstlerische Ausdrucksformen mit religiösen sowie kulturhistorischen Bezügen. Die entstandenen Bildwelten luden die Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich intensiv mit den dargestellten Motiven auseinanderzusetzen und eigene Gedanken zu entwickeln. Viele nutzten zudem die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit der Künstlerin.


Mit dem Programm „Jerusalem“ setzte Küf Kaufmann einen weiteren Akzent dieser besonderen Veranstaltung. Die vom Autor, Regisseur und Vorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig verfassten und selbst vorgetragenen Texte wurden in der Symbiose mit der Weltmusik des Leipziger KlangProjekts vom Publikum enthusiatisch gefeiert und zeichneten ein vielschichtiges Bild dieser Stadt zwischen Geschichte, Gegenwart und persönlicher Erfahrung.

 

Der Abend in der Vertretung des Freistaats Sachsen in Prag bot nicht nur ein gelungenes Schaufenster in die Aktivitäten des Themenjahres Tacheles durch die hervorragend gelungene Verbindung von bildender Kunst, Poesie und Musik – er zeigte auch einen Ausschnitt der Vielfalt jüdischer Kultur in Sachsen.

 
 
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