

Do., 04. Juni
|Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch
Jüdische Religiosität in nationalsozialistischen Konzentrationslagern – Vortrag von Dr. Thomas Rahe
Dr. Thomas Rahe spricht über jüdische Religiosität in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern und darüber, wie Glaube, Identität und Überleben miteinander verbunden waren.
Zeit & Ort
04. Juni 2026, 18:00 – 20:00
Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig, Deutschland
Über die Veranstaltung
Für jüdische Häftlinge war der Alltag in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern ein ständiger Kampf ums Überleben. Viele von ihnen hatten sich angesichts dessen und der Ermordung ihrer Familien von ihrem Glauben abgewandt. Andere hielten trotzdem an ihrer religiösen Orientierung fest – doch der Kosmos von Tod, Angst, Verzweiflung, Hunger und Krankheit prägte und veränderte ihr religiöses Denken und Handeln.
Unter welchen Voraussetzungen spielte sich das jüdisch‑religiöse Leben in den Lagern ab? Inwieweit konnte Religion helfen, eine jüdische Identität zu bewahren? Welche Folgen hatten religiöse Aktivitäten für die Überlebenschancen? Diesen Fragen geht der Vortrag ebenso nach wie der religiös‑theologischen Deutung des Holocaust durch die jüdischen Häftlinge.
Vortrag von Dr. Thomas Rahe, Historiker, 1987–2023 wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Bergen‑Belsen.
Veranstalter: Ariowitsch‑Haus e. V.
Eintritt frei (Salon)