

Di., 28. Apr.
|Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch
Jüdische Biografien in Sachsen im 19. Jahrhundert – Das Beispiel Leipzig
Einblicke in rund 120 neu erarbeitete jüdische Lebensläufe aus Sachsen – mit besonderem Fokus auf Leipzig und musikalischer Begleitung durch den Leipziger Synagogalchor.
Zeit & Ort
28. Apr. 2026, 18:00 – 20:00
Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig, Deutschland
Über die Veranstaltung
Im 19. Jahrhundert veränderten sich die Lebensbedingungen jüdischer Menschen in Sachsen grundlegend. Schrittweise wurden rechtliche Gleichstellungen erreicht, während gleichzeitig tiefgreifende kulturelle Entwicklungen das jüdische Leben prägten:
Verbürgerlichung,
Bildungsstreben,
Reformen des Gottesdienstes,
Neugestaltung der Erziehung jüdischer Jugend.
Diese historischen Prozesse spiegeln sich exemplarisch in rund 120 jüdischen Biografien, die im Rahmen der Sächsischen Biografien zum TACHELES‑Jahr neu erarbeitet wurden. Die Lebensläufe erscheinen gesammelt in einem Buch mit historischer Einleitung.
Etwa 40 dieser Biografien stehen in enger Verbindung zur jüdischen Gemeinde Leipzigs, die im 19. Jahrhundert stark wuchs und zu einem bedeutenden Zentrum jüdischen Lebens wurde. Die vorgestellten Persönlichkeiten stammen aus unterschiedlichen sozialen Milieus, Berufen und Herkunftsregionen – und zeigen die Vielfalt jüdischer Lebenswege in dieser Zeit.
Der Abend bietet eine Einführung in das Buchprojekt sowie ein Gespräch über ausgewählte Leipziger Biografien.
Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Leipziger Synagogalchor, der zwei Chorwerke des Leipziger Komponisten Salomon Jadassohn (1831–1902) vorträgt.
Ort: Ariowitsch‑Haus
Veranstalter: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde Dresden, Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden
In Kooperation mit: Landeszentrale für politische Bildung
Eintritt: frei (Saal)