

So., 01. Feb.
|Leipzig
Ich hatte einst ein schönes Vaterland ...“ Jüdisches Leben in Deutschland und Sachsen
Rezitation: Roman Knižka Bläserquintett OPUS 45 (Musiker:innen der Dresdner Philharmonie, Hamburgische Staatsoper, NDR Radiophilharmonie Hannover und Beethoven Orchester Bonn)
Zeit & Ort
01. Feb. 2026, 17:00 – 18:30
Leipzig, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig, Deutschland
Über die Veranstaltung
Das literarisch-musikalische Programm „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“
lotet Brüche in der deutsch-jüdischen Geschichte aus. Es erzählt vom Glanz
der jüdischen Emanzipation, aber auch von zunehmendem Antisemitismus, der in
die Entrechtung und Vernichtung deutscher Jüdinnen und Juden unter dem NS-Regime mündete.
Roman Knižka liest aus Texten jüdischer Autorinnen und Autoren deutscher
Sprache – darunter Moses Mendelssohn, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Else
Dormitzer, Viktor Klemperer, Anita Lasker-Wallfisch und Mascha Kaléko. Wie sich
jüdischer Alltag in Sachsen im 19. Jahrhundert gestaltete, belegen
autobiographische Zeitzeugnisse aus der Region. Am Ende steht ein Sprung in die
Gegenwart, wenn die Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann über jüdisches Leben
in Deutschland nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023
reflektiert.
Musikalisch umrahmt wird das Programm von Werken jüdischer Komponisten. Das
Bläserquintett OPUS 45 spielt Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Alexander
Zemlinsky, Denès Agay, Jacques Ibert und Pavel Haas, deren Biografien ebenfalls eng
mit der deutsch-jüdischen Geschichte verbunden sind.
Veranstalter: Ariowitsch-Haus e. V.
Eintritt frei (Saal). Um Spenden wird gebeten.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen von TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026.