Di., 05. Mai
|Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch
Ein Jüdisches Museum in Leipzig – Konzepte und Möglichkeiten
Ein kulturpolitischer Blick auf die Frage, ob Leipzig ein eigenes Jüdisches Museum braucht – und wie ein solches Museum inhaltlich, strukturell und gesellschaftlich aussehen könnte.
Zeit & Ort
05. Mai 2026, 19:00 – 21:00
Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch, Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig, Deutschland
Über die Veranstaltung
Die Idee zu Tom Schremmers Staatsexamensarbeit entstand aus einer aktuellen Debatte in Sachsen: Soll ein Jüdisches Museum in Dresden oder in Leipzig entstehen? Während in Leipzig intensiv darüber diskutiert wurde, gab es parallel ähnliche Überlegungen in Dresden.
Um diese Frage fundiert zu betrachten, untersuchte Schremmer jüdische Museumskonzepte in Deutschland und Europa – historisch durch Archiv‑ und Literaturarbeit sowie empirisch durch dokumentierte Museumsbesuche, die er wissenschaftlich ausgewertet hat.
Im Mittelpunkt stehen mehrere zentrale Fragen:
Welche konzeptionelle Lücke könnte Leipzig innerhalb der europäischen jüdischen Museumslandschaft schließen?
Warum wird die Forderung nach einem sächsischen Jüdischen Museum politisch so intensiv verhandelt – in Stadträten, im Landtag und in der Öffentlichkeit?
Und wie „jüdisch“ kann ein solches Museum sein, wenn heute nur noch wenige Jüdinnen und Juden in Sachsen leben?
Der Vortrag zeigt mögliche Inhalte, Strukturen und gesellschaftliche Funktionen eines Jüdischen Museums in Leipzig – modern, lebendig und historisch reflektiert.
Ort: Ariowitsch‑Haus - Salon
Veranstalter: Bürgerverein Waldstraßenviertel – AG Jüdisches Leben
Eintritt: frei (Salon)
Hinweis: Um Spenden wird gebeten.