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Bücherliebe - so schön war „Leipzig liest“ im Ariowitsch-Haus

  • 22. März
  • 2 Min. Lesezeit

Alexander Estis (links) bei der Lesung im Saal des Ariowitsch-Hauses.
Alexander Estis (links) bei der Lesung im Saal des Ariowitsch-Hauses.

Das Ariowitsch-Haus stand in den vergangenen Tagen im Zentrum des Programms „Leipzig liest – Jüdische Lebenswelten“ im Rahmen der Leipziger Buchmesse. Zwischen dem 19. und 21. März fanden in dem Kultur- und Begegnungszentrum im Waldstraßenviertel insgesamt 27 Buchvorstellungen statt. Hunderte Besucherinnen und Besucher kamen, um Lesungen bis in die Abendstunden zu verfolgen und mit Autorinnen und Autoren ins Gespräch zu kommen. Damit wurde das Haus zu einem lebendigen Ort des Austauschs, an dem Literatur unmittelbar erfahrbar wurde. „Die Leipziger Buchmesse mit ihren ‚Jüdischen Lebenswelten‘ ist längst zu einem besonderen Ort der Begegnung unter dem Dach des Ariowitsch-Hauses geworden, an dem Menschen verschiedener Religionen und Kulturen zusammenkommen, vereint durch aufrichtige Liebe und Respekt für ihre eigene, nicht einfache Geschichte“, sagte der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Küf Kaufmann.


Shelly Kupferberg liest vor vollem Saal im Ariowitsch-Haus.
Shelly Kupferberg liest vor vollem Saal im Ariowitsch-Haus.

Die Reihe „TACHELES – Jüdische Lebenswelten“, die vom 18. bis 22. März lief, setzte einen wichtigen Akzent im Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen. Mehr als 50 Autorinnen und Autoren beteiligten sich mit literarischen, essayistischen und wissenschaftlichen Beiträgen an unterschiedlichen Orten in Leipzig. Ihre Werke beleuchten persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Entwicklungen und Perspektiven und zeigten jüdische Literatur als vielstimmigen, offenen Raum jenseits einfacher Zuschreibungen.



Der Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano (rechts) im Salon des Ariowitsch-Hauses.
Der Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano (rechts) im Salon des Ariowitsch-Hauses.

Zu den im Ariowitsch-Haus präsentierten Büchern gehörte etwa „Stunden wie Tage“ von Shelly Kupferberg. Der Roman spielt im Berlin der 1940er-Jahre und verknüpft die Lebensgeschichten zweier Frauen über Zeit und Erinnerung hinweg. Einen ganz anderen Akzent setzte zum Beispiel „Am Anfang war Schmonzes“ von Alexander Estis. In seinen satirischen Miniaturen verbindet er Sprachwitz, Humor und Gesellschaftskritik. Mit feiner Ironie nimmt Estis Vorurteile und kulturelle Missverständnisse ins Visier und eröffnet zugleich neue Perspektiven auf jüdische Identität und Alltag.


Das Ariowitsch-Haus erlebte an den drei Tagen ein wunderbares Lesefest, oft waren der Saal und der Salon voll. Die Gäste nahmen viele positive Eindrücke mit nach Hause und konnten sich davon überzeugen, wie vielfältig und tiefgründig Literatur ist, die sich den unerschöpflichen jüdischen Themen widmet.


Viele interessierte Zuhörer im Ariowitsch-Haus beim Gespräch mit Luigi Toscano.
Viele interessierte Zuhörer im Ariowitsch-Haus beim Gespräch mit Luigi Toscano.

 
 
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