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Wanderausstellung "Gemeinsam Erinnern. Juden und Christen im Gedenken
an den 9. November 1938 in Leipzig"


Mahnmal auf dem
Neuen Israelitischen Friedhof
Am 5. November 2008, da sich der nationalsozialistische Pogrom zum 70. Mal jährte,
wurde die Wanderausstellung in der Volkshochschule Leipzig der Öffentlichkeit präsentiert.
Im Rahmen der „Jüdischen Woche“ im Juni 2009 war sie in der Peterskirche zu Leipzig zu sehen.

Ab dem 3. November 2009 wird die Ausstellung im Ariowitsch-Haus gezeigt.

Die Exposition geht im Kern den Fragen nach, wie sich eine christlich-jüdische Erinnerungs-kultur in Leipzig entwickelte, wo ihre Anfänge liegen und wer die Hauptakteure waren und
in der Gegenwart sind. Erzählt wird von zwei Erinnerungsgemeinschaften – der jüdischen und der christlichen. Eine chronologische Erzählweise strukturiert prägende Ereignisse des Erinnerns, allen voran das Gedenken in den Jahren
1978 und 1988.

Siegfried Theodor Arndt (links) und Eugen Gollomb
Die Annäherung zwischen Juden und Christen verlief sehr behutsam, fast zögerlich. Für die kirchliche Seite galt es, Vertrauen aufzubauen. Zu Brückenbauern eines christlich-jüdischen Gesprächs wurden der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Eugen Gollomb und der evangelische Theologe Siegfried Theodor Arndt.

Mit der Erinnerung an den nationalsozialistischen Pogrom im November 1938 verbanden Kirche und Christen auch die Verpflichtung, für das im Namen Deutschlands geschehene Unrecht die historische Verantwortung zu übernehmen. Der „9. November 1938“ ist heute ein stabiler Erinnerungsort für Juden und Christen, aber beide Seiten müssen sich gemeinsam immer wieder über Inhalte verständigen, damit das Gedenken nicht in emotionslosen Ritualen erstarrt.

Die Ausstellung wurde vom Kulturamt der Stadt Leipzig, der Arbeitsgemeinschaft Leipzig der Deutsch-Israelischen Gesell-schaft und der Bürgerstiftung Leipzig gefördert.
Ausstellungskonzeption- und –realisierung: Ina Beznosova, Ida Charnis, Melanie Eulitz, Steffen Held (Projektleiter).
Ausstellungsgestaltung: Maike Bellmann.

Ausleihe: zehn Kunststofftafeln im Digitaldruck (Format 100 x 150 cm), die für eine Hängung vorgesehen sind.
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